"Alle Stadtbewohner, Richter und Gewerbetreibenden sollen am verehrungswürdigen Tag der Sonne ruhen." Mit diesen Worten verfügte Kaiser Konstantin vor 1694 Jahren den arbeitsfreien Sonntag für das Römische Reich. Die regionale Allianz für den freien Sonntag Kempten ließ dieses Edikt des Kaisers am Internationalen Tag des freien Sonntags durch einen kaiserlichen Gesandten verlesen. Angekündigt durch Fanfarenklänge wurden vor dem Forum Allgäu - einem großen Einkaufszentrum in Kempten - die historischen Worte Kaiser Konstantins mehrmals wiederholt.
Angesichts andauernder Versuche von Seiten der Wirtschaft und der Politik den arbeitsfreien Sonntag weiter auszuhöhlen, war dem Bündnis aus Verdi, KAB, CAJ, Betriebsseelsorge und KDA diese öffentliche Aktion sehr wichtig. Der Sonntag ist vom Grundgesetz geschütztes Kulturgut, Tag für die Familie, für die Pflege von Freundschaften und Beziehungen, für Erholung und ein Tag des Aufatmens. Leben ist mehr als Shoppen und Produzieren. Genießen und schützen wir diesen Tag!
Montag, 2. März 2015
Pressemitteilung
Internationaler
Tag des freien Sonntags am 3. März 2015
"Kommunikation
und Kultur statt Kommerz und Konsum!"
Allianz
fordert bundeseinheitlichen Schutz des arbeitsfreien Sonntags
München
02. März 2015 Trotz einschlägiger Urteile oberster Bundesgerichte
– darunter auch die aktuellste Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zur
hessischen Bedarfsgewerbeverordnung – dem Schutz des Sonntags hohe Priorität
einzuräumen, wollen Politik und Wirtschaft den arbeitsfreien Sonntag weiter
aushöhlen.
Sonn- und Feiertage entwickeln sich immer mehr zu
normalen Arbeitstagen, Einkaufen rund um die Uhr wird zur Regel – mit
negativen Auswirkungen auf das Privat- und Familienleben sowie das
Gemeinwesen. Und das, obwohl die staatliche Schutzgarantie
für Sonn- und Feiertage sogar Verfassungsrang genießt (Art. 140 GG). Schon
jetzt arbeiten fast elf Millionen Erwerbstätige in Deutschland auch an Sonn-
und Feiertagen – Tendenz steigend.
Ausnahmen
für Sonntagsarbeit umgehend bundeseinheitlich regeln
Der
Sonntagsschutz fällt zu einem wichtigen Teil in die Zuständigkeit der
Bundesländer, die allerdings untereinander in zunehmendem Standortwettbewerb
stehen. Die Länderkonferenz höhlt aufgrund wirtschaftspolitischen Kalküls den
Sonntagsschutz sukzessive aus. Der Bund muss die nach §10 Abs.1
Arbeitszeitgesetz zugelassene Sonn- und Feiertagsbeschäftigung auf das für
die Daseinsvorsorge tatsächlich notwendige Maß beschränken und die
Bedarfsgewerbeverordnungen der Länder durch eine Bundesbedarfsgewerbeverordnung
ersetzen. Die Bemühungen des Länderausschusses für Arbeitsschutz und
Sicherheitstechnik (LASI), bundesweit gültige Kriterien einzuführen, sind
gescheitert. Ebenso hat sich eine Aufsicht auf der Ebene der Gemeinden beim
Ladenschluss als wirkungslos erwiesen.
Sonntagsschutzbericht
einführen - EU Parlamentarier nehmen Stellung
Bislang
fehlen der Bundesregierung repräsentative Erhebungen zur Wirksamkeit des
Sonntagsschutzes. Die Allianz für den freien Sonntag fordert deshalb einen
regelmäßigen Sonntagsschutzbericht der Bundesregierung, der alle verfügbaren
Daten zur Sonntagsarbeit bündelt und geeignete Sanktionen gegen Missbrauch
des Sonn- und Feiertagsschutzes aufzeigt. Am morgigen europaweiten Aktionstag
findet im Brüsseler EU-Parlament unter dem Titel "The key role of
work-life-balance for Europe´s sustainable future" ein Gespräch mit
Vertretern der Allianz und EU-Parlamentariern statt.
Die Allianz
für den freien Sonntag ist eine kirchlich-gewerkschaftliche Initiative,
die von zahlreichen Organisationen aus anderen gesellschaftlichen Bereichen
unterstützt wird. Sie ist auf der Bundesebene sowie in neun Bundesländern und
über 90 Regionen Deutschlands verankert. Sonntagsallianzen und ähnliche
Initiativen bestehen auch in vielen anderen EU-Ländern.
1. Der Sonntag ist ein Symbol der Freiheit. Er ist der Tag,
an dem wir nach biblischer Verheißung vom Diktat der Arbeit frei sein und
gemeinsam aufatmen sollen.
2. Der Sonntag stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Der
Sonntag steht gegen alle Versuche, den Menschen der Ökonomie zu unterwerfen.
3. Der Sonntag ist ein Familientag. Nur mehr am Sonntag hat
die Familie Gelegenheit, einen ganzen Tag gemeinsam zu verbringen.
4. Der Sonntag ist der Kitt der Gesellschaft. Der Sonntag
gibt der Gesellschaft Stabilität, weil er den Bürgern ermöglicht, sich zu
treffen und zu helfen, Erfahrungen auszutauschen und sich ehrenamtlich zu
engagieren.
5. Der Sonntag ist der Akku für die Woche. In einer ständig
hektischer werdenden Zeit verpflichtet er zu Entschleunigung und Ruhe. Ob
Gottesdienst, Sportveranstaltung, Wanderung, Familientreffen oder Lesen, der Sonntag
gibt uns Zeit abzuschalten und für die Woche aufzutanken.
6. Der Sonntag ist zum Feiern da. Er ist ein großes Geschenk
der jüdisch-christlichen Überlieferung an die Menschheit. Durch ihn sind wir
aufgefordert das Fest zu feiern, Kultur zu leben und uns nicht von Arbeit und Geschäftigkeit
in Besitz nehmen zu lassen.
7. Der Sonntag stoppt die Gleichförmigkeit. Denn ohne die
Sonntagsruhe wären alle Tage gewöhnliche Werktage.
Kyrie
Herr Jesus Christus, Du hast gesagt:
„Der Sabbat ist für den Menschen da“. Als Christen wollen
wir unser eigenes Umgehen mit dem Sonntag prüfen und um dein Erbarmen bitten.
Der Sonntag schenkt jeder Woche Rhythmus, Struktur und ein
Stück Freiheit. Mit der Gefährdung des Sonntags setzen wir ein wertvolles Geschenk
und große Lebensqualität aufs Spiel. Ohne Sonntag – nur noch Werktage!
Herr, erbarme dich.
Es gibt Menschen, die Angst haben vor dem Sonntag. Sie fürchten
die Langeweile, die Einsamkeit, die innere Leere. Lieber Werktag statt Sonntag?
Christus, erbarme dich.
Der Sonntag ist der Tag der Gemeinschaft, ob im gemeinsamen
Gottesdienst, in der Familie oder mit Freunden. Hier finden wir die Chance, uns
nicht nur die Zeit zu vertreiben, sondern sie mit intensivem Leben zu füllen. Ohne
Sonntag – nur noch Alltag.
Herr, erbarme dich.
Der Herr erbarme sich unser. Er vergebe uns, wo wir
gleichgültig und egoistisch waren.
Er stärke und ermutige uns, unseren Glauben zu leben – jeden
Werktag und jeden Sonntag. Amen
Fürbitten
Menschenfreundlicher Gott, Du hast uns den Sonntag als
kostbares Gut geschenkt. Wir kommen zu Dir mit unseren Bitten:
Für alle Christen und christlichen Gemeinden: Hilf ihnen,
eine sinnvolle und befreiende Kultur des Sonntags gemeinsam zu entwickeln und glaubwürdig
in unserer Gesellschaft zu bezeugen.
Für die politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen in
Bund, Ländern und Kommunen: Lass sie besser erkennen, dass der Sonntag als
gemeinsamer freier Tag ein wertvolles kulturelles Gut für die ganze
Gesellschaft ist und daher um des Menschen willen erhalten werden muss.
Für unsere Familien und Alleinerziehenden: Schenke ihnen
Kraft und Phantasie, damit sie den Sonntag als Tag der Solidarität und der
persönlichen Begegnung miteinander feiern können.
Für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer: Lass sie den
Sonntag als Tag der Befreiung von der Last der Arbeit und vom Konsumzwang bewusst
erleben.
Für uns selbst: Stärke uns durch Deinen Tisch des Wortes und
des Brotes, damit wir den Tag des Herrn als Tag der Arbeitsruhe und der
seelischen Erhebung freudig miteinander feiern.
Gütiger Gott, wir danken Dir für das Geschenk des Sonntags.
Gib, dass es uns und allen Menschen zum Segen werde. Darum bitten wir Dich
durch Christus.
Gebet
Gott, Du Freund der Menschen!
Du hast uns den Sonntag als gemeinsamen Tag der Arbeitsruhe
und der seelischen Erhebung geschenkt.
Du willst, dass wir Menschen wenigstens einmal in der Woche
geistig und körperlich aufatmen.
Du willst, dass wir uns ausreichend Zeit nehmen für
Erholung, Besinnung und gegenseitige Begegnung in Familie, Freundeskreis,
Verein und Gemeinde. Stärke und ermutige alle Frauen und Männer, die für den
Schutz der Sonntagsruhe eintreten.
Lass den Sonntag zum Segen werden für unsere Gesellschaft
und für alle Menschen.
Darum bitten wir Dich, der Du uns liebst und unsere Wege mit
uns gehst, heute und alle Tage unseres Lebens.
Segen
Wir gehen aus der Ruhe in die neue Woche und bitten Gott um
seinen Segen:
Herr, segne und behüte uns dort, wo wir arbeiten, in
Industrie und Verwaltung, Handel und Handwerk und Dienstleistung.
Herr, lass dein Angesicht über uns leuchten dort, wo wir
zuhause sind, in unseren Familien, bei Freunden und Nachbarn.
Herr, sei uns gnädig dort, wo wir uns engagieren, in Kirche
und Gesellschaft für deine gute Botschaft.
Herr, erhebe dein Angesicht auf uns und gib uns Frieden.
Zeig uns, dass unser Leben mehr ist als alles, was wir daraus machen können.
Du, Herr, bist unser Friede.
Amen.
Straßenkreidenmalaktion zum 3. März
Kurzbeschreibung:
Im Anschluss an den Familiengottesdienst wird mit Straßenkreiden
in entsprechender Größe „Freiheit für den Sonntag auf eine Straße, eine
Kreuzung oder den Kirchparkplatz gemalt.
Varianten:
Die Umrisse werden schon vorab gezeichnet, und während der Aktion
wird nur noch ausgemalt.
Der Bürgermeister oder ein Prominenter mahlen das F von
Freiheit aus, der Pfarrer das S vom Sonntag.
Kinder können die Umrisse mit Bildern zum Sonntag ausmalen,
es können Gedanken in die Umrisse geschrieben werden, warum es Wert ist den
Sonntag zu schützen.
Die gesamte Aktion vom Kirchturm aus fotografieren oder/und filmen und gerne auch die Bilder und Filme an sonntags@llianz.de schicken.
Für eine
angenehme Sonntagsatmosphäre sorgen, vielleicht Führstücks-Catering, Kaffee,
Brötchen, Cerealien. Eventuell Genehmigungen einholen und an die Sicherheit denken.
KAB Loiching
gestaltete Gottesdienst zum Thema „Sonn- und Feiertagsschutz“
Loiching.
Seit Jahren vollzieht sich eine schleichende Aushöhlung des Sonn- und
Feiertagsschutzes. Immer mehr Wirtschaftsbereiche werden für die Arbeit an
diesen Tagen vereinnahmt. Dieser Entwicklung zur „Rund –um-die-Uhr-Gesellschaft“
stellen wir uns entgegen. Wir fördern den freien Sonntag als gemeinsamen
Zeitanker für die Menschen. (Zitat aus dem Leitbild der Allianz für den freien
Sonntag)
Trägerorganisationen sind unter anderem der Bundesverband evangelischer
Arbeitnehmerorganisationen und die Katholische Arbeitnehmerbewegung. Welche
Auswirkungen eine ungebremste Disposition des Sonntags haben kann, zeigen die
Länder Berlin mit 10 verkaufsoffenen Sonntagen oder Mecklenburg-Vorpommern, das
die Bäderordnung als Grundlage zur Genehmigung von Sonntagsverkäufen legt und
bis zu 26 Sonntagsöffnungen genehmigt. Gegen eine solche zunehmende
Ökonomisierung des Sonntags wehrt sich die Allianz für den freien Sonntag.
Zum KAB – Tag 2014 gestaltete der Ortsverband Loiching einen
Gottesdienst zu diesem Thema. Vor demVolksaltar war einLiegestuhl und
ein KAB – Sonnenschirm aufgebaut. Auf geschlossene Geschäfte wurde mit den
Plakaten: „Am Sonntag zua – i meachd mei Ruah“ und „Habd´s mi gern, am Tag des
Herrn“ hingewiesen. Eingangs stellte der Vorsitzende der KAB Loiching, Krämer
Hans die Frage: „ Und was machen Sie am Sonntag?“ Angefangen bei der Äußerung –
Sonntag ist für mich der Familientag; beginnend mit einem gemütlichen Frühstück
ohne Hetze kamen insgesamt vier Personen für ihre eigene Antwort an den Altar
vor. Für den Zweiten ist der Sonntag ein normaler Arbeitstag. Es ginge in
seinem Beruf leider nicht anders. Eine dritte Person war über die Möglichkeit
der verkaufsoffenen Sonntage froh. Denn nur am Sonntag habe sie Zeit für´s
gemütliche Einkaufen. Zum Schluss antwortete ein Kind, dass sie am Sonntag nach
dem Kirchenbesuch gerne Zeit mit der Familie in der Natur verbringe.
In den Fürbitten wurde das Thema nochmals aufgegriffen.
Besonders gedacht wurde derer, welche am Sonntag ihren Dienst in
Krankenhäusern, Apotheken, Gaststätten verrichten, damit der Rest der
Gesellschaft einen angenehmen und möglichst sorgenfreien Sonn,- und Feiertag
verbringen kann.
Diesem zum Nachdenken anregende Gottesdienst folgen bestimmt noch
weitere Aktionen des Ortsverbandes zu diesem Thema. Denn die KAB mischt sich
sozialpolitisch ein! Interessierte sollten sich den 3. März – den
internationalen Aktionstag zum freien Sonntag vormerken.
Mehr Infos zur KAB
sind über die Homepagewww.kab-regensburg.de
erhältlich. Der Ortsverband Loiching ist dem Diözesanverband Regensburg
angegliedert.
Donnerstag, 18. September 2014
82 Landtagsabgeordnete unterzeichnen Sonntagskontrakt
Fast die Hälfte des Maximilianeums bekennt sich zu Forderungen der Sonntagsallianz - nun müssen Taten folgen
Um den Schutz der Sonn- und Feiertage und den Ladenschluss im Freistaat zu erhalten sind klare politische Zusagen und Maßnahmen notwendig. Die bayerische Allianz für den freien Sonntag rief deshalb die Mitglieder des 17. Bayerischen Landtags auf, mit ihr den „Sonntagskontrakt“ abzuschließen. 82 bayerische Landtagsabgeordnete haben diesen Kontrakt unterzeichnet, je 34 von CSU und SPD und je sieben von den Freien Wählern und Grünen. Seit der Erstveröffentlichung von 66 Unterzeichnern im Februar 2014 sind 14 MdL hinzugekommen.
Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner geben ein kraftvolles, fraktionsübergreifendes Votum für den Sonntagschutz und den Ladenschluss im Freistaat. Im Einzelnen erklären sie für drei politischen Ziele einzutreten:
• die Beibehaltung des gesetzlichen Ladenschlusses bis maximal 20 Uhr, • eine konsequente Eindämmung verkaufsoffener Sonn- und Feiertage, • eine kritische, branchenübergreifende Überprüfung der Genehmigungspraxis der Sonn- und Feiertagsarbeit
Jetzt kommt es darauf an, das Votum in politische Taten zu übersetzen. Notwendig wäre es insbesondere, das verbreitete Problem regelwidriger Sonntagsöffnungen im Handel in den Griff zu bekommen. Auch eine Überprüfung der Genehmigungen von Sonntagsarbeit in anderen Branchen steht noch aus.
Die Broschüre „Sonntagskontrakt für Bayern“ steht hier zum Download bereit.
Die gedruckte Broschüre kann online bestellt werden unter:
Klaus Adelt, SPD Hubert Aiwanger, FW Inge Aures, SPD Dr. Otmar Bernhard, CSU Susann Biedefeld, SPD Reinhold Bocklet, CSU Robert Brannekämper, CSU Gudrun Brendel-Fischer, CSU Michael Brückner, CSU Florian von Brunn, SPD Petra Dettenhöfer, CSU Alex Dorow, CSU Norbert Dünkel, CSU Dr. Ute Eiling-Hütig, CSU Martina Fehlner, SPD Günther Felbinger, FW Alexander Flierl, CSU Dr. Linus Förster, SPD Albert Füracker, CSU Thomas Gehring, Grüne Max Gibis, CSU Dr. Thomas Goppel, CSU Harald Güller, SPD Volkmar Halbleib, SPD Joachim Hanisch, FW Dr. Florian Herrmann, CSU Alexandra Hiersemann, SPD Erwin Huber, CSU Dr. Martin Huber, CSU Dr. Otto Hünnerkopf, CSU Hermann Imhof, CSU Christine Kamm, Grüne Annette Karl, SPD Dr. Herbert Kränzlein, SPD Anton Kreitmair, CSU Manfred Ländner, CSU Ulrich Leiner, Grüne Andreas Lorenz, CSU Andreas Lotte, SPD Dr. Christian Magerl, Grüne Ruth Müller, SPD Ulrike Müller, FW Thomas Mütze, Grüne Alexander Muthmann, FW Martin Neumeyer, CSU Verena Osgyan, Grüne Kathi Petersen, SPD Hans-Ulrich Pfaffmann, SPD Dr. Christoph Rabenstein, SPD Doris Rauscher, SPD Markus Rinderspacher, SPD Hans Ritt, CSU Florian Ritter, SPD Bernhard Roos, SPD Ulrike Scharf, CSU Harry Scheuenstuhl, SPD Franz Schindler, SPD Helga Schmitt-Bussinger, SPD Tanja Schorer-Dremel, CSU Stefan Schuster, SPD Bernhard Seidenath, CSU Reserl Sem, CSU Bernd Sibler, CSU Kathrin Sonnenholzner, SPD Diana Stachowitz, SPD Rosi Steinberger, Grüne Florian Streibl, FW Reinhold Strobl, SPD Dr. Simone Strohmayr, SPD Arif Tasdelen, SPD Peter Tomaschko, CSU Joachim Unterländer, CSU Steffen Vogel, CSU Ernst Weidenbusch, CSU Angelika Weikert, SPD Dr. Paul Wengert, SPD Johanna Werner-Muggendorfer, SPD Peter Winter, CSU Herbert Woerlein, SPD Isabell Zacharias, SPD Josef Zellmeier, CSU Benno Zierer, FW